Altes Gericht

Fürstenberg

Rundgang 

am Alten Gericht

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Altes Gericht

Das alte Gericht war von 1737 bis 1848 Gerichtsstätte der Herren von Westphalen.  Schwere Kriminalfälle wurden mit dem Tode bestraft. Hinter der Tür im Keller befinden sich noch sieben enge Kerkerzellen, die für Besucher geöffnet werden. Mehr: Patrimonialgericht Fürstenberg

"Die Herren Westphalen haben mehr Bedacht gehabt, die grassierende Hexerei zu richten und ihren Geldbeutel zu füllen, als dem Irrglauben entgegen zu wirken."

Meinolphus Blinden, vicarius, 1707

Weil der letzte Hexenprozess noch 1702 stattfand, heißen die Fürstenberger  bei ihren Nachbarn 'Hexenverbrenner'. Im Informationszentrum 'Patrimonialgericht Fürstenberg' können sich Besucher von der 700 Jahre alten Rechtssprechung in Fürstenberg und im Fürstbistum Paderborn ein Bild machen.

Altes Gericht

   
Gerichtskump

Der Nachbau dieses alten Kumps für Trinkwasser, das aus 1,5 km Entfernung über Holz- und Tonröhren zugeleitet wurde. Es gab fünf solcher Speicherbecken aus Sandstein oder Holz.

"Durch die teils offene Führung ist das Wasser so verunreinigt, dass die laufenden Einlasszapfen durch eingezwängte Frösche sich verstopfen."

Dr. Lüttig, Landarzt, 1894

Gerichtskump

   
Zehntscheune

In dieser ehemaligen Zehntscheune ist  der städtische Bauhof untergebracht.  Sie wurde um 1780 als Getreidespeicher erbaut. Nach der Ablösung der Zehntabgaben wurde die Scheune als Schafstall genutzt.

"Die Frauen jagten die Zehntsammler mit Steinen und Erdkluten in die Flucht. Die Gendarmen wurden misshandelt und konnten der Schar der vielen Frauen nicht widerstehen."

Joh. Hasse, Ortsbeamter und -chronist, 1820

Zehntscheune