Chronik der Commune Fürstenberg

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  Chronik der Commune Fürstenberg

Chronik der Commune Fürstenberg 1800-1918

Hrsg. im Auftr. d. Förderkreises für Kultur, Geschichte u. Natur im Sintfeld von Bernhard Nolte, Paderborn 1984

 

 

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Vorwort zur Chronik der Commune Fürstenberg

Die Originalhandschrift der Chronik der Commune Fürstenberg, 400 Seiten umfassend und in Schweinsleder gebunden, wurde von Ortsvorstehern, Pfarrern und Lehrern des Dorfes100 Jahre lang mit großer Sorgfalt zur Überlieferung an künftige Generationen geführt und durch den Rat der Gemeinde geprüft. So hatte es der preußische Staat angeordnet. Der Förderkreis legt deshalb dieses Dokument als Quelle zur Beschäftigung und Auseinandersetzung mit der Geschichte der Gemeinde Fürstenberg vor, eines Ortes, der in keiner der damaligen Verwaltungsstrukturen mehr Bestand hat, sei es als Kommune, Amt, Kreis, Regierungsbezirk oder Provinz. Als Dorfgemeinschaft ist er dennoch sehr lebendig .

Der erste Chronikband umfasst, mit der bischöflichen und napoleonischen Herrschaft beginnend, die Zeit der Preußen in Westfalen und endet nach dem 1. Weltkrieg. Er zeigt das Lebensbild eines Dorfes, die Sorge um das tägliche Brot, die Abhängigkeit der Bauern von den Naturgewalten Nässe und Dürre, Hagel, Frost, Mäuseplage und Schneckenfraß, die vielschichtigen Auseinandersetzungen der Gemeinde mit der Gutsherrschaft um die Gerechtsame und die Ablösungen der Pflichten.

 

Aus Schriftbild und Sprache sind 21 Verfasser zu erschließen, deren Verschiedenartigkeit und Vielfalt die werkgetreue Wiedergabe der Urschrift zu erhalten sucht. Die Rechtschreibung lag noch wenig fest, und die plattdeutsche Umgangssprache beeinflusste die Schriftsprache der Chronisten.

Diese Chronik vermittelt ein lebendiges Bild vom Leben der Gemeinde Fürstenberg und gibt ein authentisches Zeitkolorit des letzten Jahrhunderts.

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